Workshop "Führen am Limit"
Erlebe und entwickle dein Führungsverhalten in Krisen
in einer 1,5 Tage Business-Simulation!
5. - 6. März 2026 in Wien, 1.
Dieser Workshop richtet sich an eine geschlossene Gruppe.
Unter massivem Stress
stehen.
Die eigenen Emotionen
regulieren.
Belastbare Entscheidungen
treffen.
Wenn Stress und innere Aufregung die Führung übernehmen,
wird unser Handeln schnell, aber nicht unbedingt klug.
In solchen Situationen hilft es, wenn wir uns emotional regulieren können.
Dann werden wir ruhiger und klarer und können bessere Entscheidungen treffen.
Wie du in Ausnahmesituationen rasch aus deinem Stressmuster aussteigen kannst,
kannst du im Workshop Führen am Limit herausfinden.
In der Praxis sehen wir in Krisensituationen drei klassische Verhaltensweisen:
- Warten („freeze“)und vielleicht dabei den Zeitpunkt für den Sprung verpassen.
- Der blinde Aktionismus („fight“) um irgendwas zu tun.
- Der panische Sprung („flight“) über die Kante in irgendeine Richtung, Hauptsache weg.
Die intuitive Entscheidung. Krisen sind komplexe Situationen, die einen offenen Ausgang haben. Sie sind nicht allein durch logisches Denken zu lösen, sondern verlangen nach einem intuitiven Zugang, der zum richtigen Zeitpunkt Muster, Wege erkennt, die dem Verstand nicht zugänglich sind.
SIMULATION
Realistische Krisenerfahrung
Du übernimmst Verantwortung in einem fiktiven Unternehmen, das in eine massive externe Krise gerät.
Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Du handelst nach bestem Wissen und Gewissen.
REFLEXION
Handeln unter Druck
Wir reflektieren gemeinsam über Krisendynamiken und individuelle Verhaltensmuster unter Stress und Unsicherheit.
ENTWICKLUNG
Selbstregulation und Führung
Du gewinnst Klarheit über deinen Umgang mit krisenhaften Situationen und deine Wirkung auf andere. Du nimmst wertvolle Erkenntnisse für deine Führungsarbeit mit in den Alltag.
Stärke Deine Krisenfestigkeit!
Das erwartet dich:
Persönliches Krisenverhalten erkennen
Kommunikation und Kooperation unter Druck verstehen
Führungsverhalten in Krisen reflektieren
Innere Ruhe und Klarheit im Chaos gewinnen
Systemische Zusammenhänge in Krisen erkennen
Vertrauen und Selbstführung stärken
Diese 1,5-tägige Business-Simulation richtet sich an Menschen, die Verantwortung tragen,
Komplexität aushalten und bewältigen müssen und bereit sind,
sich selbst in der Krise zu erleben, gemeinsam zu reflektieren und daran zu wachsen.
Du bekommst:
- 1,5 Tage Krisensimulation und Reflexion
- Kleine Gruppe, maximal 12 Teilnehmende, C-Level
- Leitung durch zwei erfahrene BeraterInnen:
- Mag. Karin Weigl, MSc. & Hannes Gessoni, MSc
- Arbeitssprache: deutsch
- Ort: Consolmo, 1010 Wien, Brandstätte 1
- nächster Termin: Do 5. - Fr 6. März 2026
- Zeiten: Do 5.3.26 9-18 Uhr & Fr 6.3.26 9-14 Uhr
- Investition: 0€ (persönliche Einladung)
Workshopleitung: Karin Weigl und Hannes Gessoni
Lange habe ich steif und fest behauptet, dass ich keine echten Krisen kenne. Klingt fast beneidenswert, oder? Bis mir vor vielen Jahren ein Freund den Spiegel vorhielt. Und ich plötzlich merkte: Doch. Natürlich kenne ich Krisen.
Ich hatte sie nur nie so genannt. Weil ich meine Erfahrungen ständig relativierte. Im Vergleich zu dem, was andere Menschen erlebten, schienen mir meine eigenen Krisen nicht groß genug, nicht schlimm genug, nicht „krisenwürdig“.
Dabei waren da die plötzlichen Krankheitsfälle meiner Mutter, die mich schon in meiner Jugend und später immer wieder abrupt aus meinem eigenen Leben rissen. Da war mein Burnout, das mir unmissverständlich zeigte, dass ich meine körperlichen und persönlichen Grenzen bis dahin entweder ignoriert oder schlicht nicht gekannt hatte. Und da war meine erste langjährige Beziehung in meinen späten Zwanzigern, an der ich blind festhielt, bis ich vor vollendete Tatsachen gestellt und von einer Minute auf die andere und völlig unerwartet vor die Tür gesetzt wurde.
Und ja, auch danach gab es Situationen, die mich ordentlich herausforderten. Mehr als mir manchmal lieb war.
Warum also dachte ich so lange, ich kenne keine Krisen?
Wahrscheinlich, weil ich offenbar über eine natürliche Resilienz verfüge, derer ich mir lange nicht bewusst war. Resilienz nicht im Sinne von „unerschütterlich“, sondern vielmehr als eine unbewusste Fähigkeit, mich immer wieder zu erden, am Schopf zu packen und zu sortieren und das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Ich war nie tief ins sprichwörtliche Loch gefallen. Ich war nie völlig handlungsunfähig, nie komplett verloren. Irgendetwas in mir wusste immer, was der nächste Schritt war, auch, wenn es schwierig war. Es reichte, um weiterzugehen.
Heute arbeite ich mit Menschen und Organisationen, die mitten in Krisenzeiten stecken. Ich begleite sie dabei, handlungsfähig zu bleiben, indem sie sich innerlich gut aufstellen und vor allem lernen, ihrer Intuition zu vertrauen. Denn wir alle haben diese innere Instanz in uns. Diese leise, kluge Stimme, die weiß, was zu tun ist. Wir müssen nur lernen, ihr zuzuhören.
Krisen gehören zu meinem beruflichen Alltag, und ich begegne ihnen mit Respekt. Seit über zwanzig Jahren arbeite ich als selbständiger Unternehmensberater und psychosozialer Berater. In beiden Feldern begleite ich Menschen und Organisationen durch fundamentale Veränderungen:
- wenn Strukturen wegbrechen
- Gewissheiten verschwinden
- nichts mehr so funktioniert wie gestern
Ich halte wenig von schnellen Formeln wie „Krise als Chance“. Das ist nur ein Teil der Möglichkeiten (aber immerhin auch eine Möglichkeit). Akute Krisen sind erst einmal schwierig. Sie belasten, sie überfordern und manchmal enden sie nicht gut. Da nützt keine Schönfärberei.
Genau deshalb braucht es in solchen Momenten möglichst viel Stabilität im Außen. Es braucht Menschen, die Orientierung geben und handlungsfähig sind. Das zu fördern ist Kern meiner Arbeit.
Niemand entscheidet sich ohne persönliche Geschichte für ein Spezialgebiet wie Krisen. Auch ich nicht. Seit meiner Jugend trainiere ich asiatische Kampfkünste. Begonnen hat es pragmatisch: Ich wollte mich wehren und verteidigen können. Mit den Jahren wurde die innere Arbeit wichtiger:
- Wie bleibe ich präsent, wenn es ernst wird?
- Wie schaffe ich Abstand zum eigenen Stress?
- Wie handle ich, ohne in Panik oder Starre zu verfallen?
Diese Fragen blieben für mich nicht theoretisch. Auf beruflichen Auslandsreisen war ich mehrfach in Situationen, in denen es plötzlich gefährlich wurde. Darunter zwei Raubüberfälle, die ich unversehrt und auch ohne materielle Verluste überstanden habe. Da war keine Zeit für langes Überlegen. Intuition, Überblick und entschlossenes Handeln im Augenblick waren entscheidend. Solche Momente kann man nicht aus Büchern lernen. Da hilft Intellekt nicht.
Krisensituationen brauchen Verhalten im Hier und Jetzt, da wäre der Intellekt viel zu langsam. Blaulichtorganisationen unterrichten Krisen und Stresssituationen nicht im Lehrsaal. Sie üben draußen, in Szenarientrainings und nennen es „Drill“. Nicht reden, tun! Nicht einmal, oft!
Auf dem Segelschiff am Meer bei Schwerwetter übe ich Demut, Wahrnehmung und Entscheidung. Im Sturm setzt sich der eigene Wille nicht gegen die Natur durch, man muss mit ihr verhandeln. Wahrnehmen, entscheiden, handeln. Nicht trotzig, nicht ausgeliefert, sondern mit klarem Willen und Flexibilität. Wenn ich alleine im Wald übernachte, dann nicht aus Abenteuerlust, sondern um Achtsamkeit und die innere Balance zu schärfen.
Diese Erfahrungen, beruflich wie privat, prägen meine Haltung zu schwierigen Situationen und ausgewachsenen Krisen. Theorie erklärt. Praxis führt. In Krisen zählt: Klarheit und die Fähigkeit, die eigene Intuition zu hören und ihr zu vertrauen. Genau dabei unterstütze ich Menschen und Teams: handlungsfähig zu bleiben, auch dann, wenn die gewohnte Komfortzone längst verlassen wurde.